Hier einige Punkte, die uns als Gemeinde besonders wichtig sind

1. Allgemeines Priestertum

jeder Christ hat eine persönliche Beziehung zu Gott und dient mit seiner Gabe.

Die Aussage Jesu in Matthäus 23,8 „Denn einer ist euer Lehrer, ihr alle seid Brüder“ führt zu der gemeinschaftlichen Leitung und Gestaltung des Gemeindelebens.

Gott hat jedem Gaben gegeben und diese sollen entfaltet werden. Dazu müssen Möglichkeiten zur Mitarbeit aller Generationen geschaffen werden. Auch die hauptberufliche Mitarbeit kann und soll das allgemeine Priestertum fördern.

2. Bibeltreue

wir richten uns ständig neu am Wort Gottes aus.

Gott offenbart sich durch sein Wort. Damit haben wir eine verlässliche Grundlage und einen verbindlichen Maßstab für Lehre und Leben.

Wir verlassen uns nicht auf Traditionen. Jede Genertation muss Antworten auf aktuelle Herausforderungen von Gottes Wort her finden. Dazu soll Bibelkenntnis gefördert und lebensnah verkündigt werden.

3. Anbetung und Mahlfeier

Jesus Christus steht im Mittelpunkt.

Anbetung und Mahlfeier waren für unsere Gemeindebewegung von Anfang an identitätsstiftend. Dadurch bleiben die Grundlagen der Erlösung in den Herzen der Gläubigen lebendig.

Wir wollen gemeinschaftliche Anbetung fördern. Da wir starren Formen und Liturgien gegenüber immer kritisch waren, müssen Veränderungen möglich sein. Dabei erwarten wir Leitung des Heiligen Geistes sowohl in spontanen sowie in vorbereiteten Beiträgen.

4. Evangelisation und Mission

ein klarer Auftrag unserer Gemeinden

Die Rettung von Menschen war Brüdergemeinden immer ein wichtiges Anliegen. Deshalb gingen viele Evangelisten, Missionare, Initiativen und Werke aus unserer Bewegung hervor.

Da dieser Auftrag bleibt, fördern wir die evangelistische Arbeit vor Ort, die Gründung neuer Gemeinden und die weltweite Mission. Weil sich unsere Welt verändert, suchen wir ständig nach zeitgemäßen Wegen, das unveränderliche Evangelium weiterzugeben.

5. Gemeinde als Leib Christi

Christen gehören zusammen.

Die Gemeinde Jesu ist größer als die einzelne Ortsgemeinde und jede Konfession. Wir sind mit allen anderen wiedergeborenen Christen als Leib Christi verbunden. Das ist ein Grundanliegen der Brüderbewegung.

Deshalb sollen die Beziehungen zu anderen Christen vor Ort, überörtlich und weltweit gesucht und der Zusammenhalt der Brüderbewegung gestärkt werden. Unterschiedliche Erkenntnisse in zweitrangigen Fragen hindern uns daran nicht.

6. Heilsgeschichtliche Sicht der Bibel

die Wiederkunft Christi erwarten

Das heilsgeschichtliche Schriftverständnis, das besonders von der Brüderbewegung herausgestellt wurde, schützt vor Geschichtsvergessenheit und dem Verlust der Zukunftserwartung.

Es hält die Erwartung des wiederkommenden Herrn wach und führt zu einem zukunftsorientierten Lebensstil. Zugleich schärft es den Blick für die prophetischen Aussagen der Bibel in Bezug auf das aktuelle Weltgeschehen und die bleibende Bedeutung Israels.

7. Diakonie

die Not der Welt ernst nehmen.

Diakonie entspricht dem Gebot Jesu und ist zugleich eine missionarische Chance, die Liebe Christi weiterzugeben. Der Blick für notleidende Menschen führte zu vielfältigen Diensten, woraus zahlreiche diakonische Einrichtungen entstanden.

Diese Werke müssen an die heutigen Herausforderungen angepasst werden, und die Ortsgemeinden müssen sich in Zukunft auf größere soziale Nöte einstellen.